Anhand der 20 Finisher 2009 habe ich folgende Durchschnittswerte rausgefiltert, die den Zeitbedarf für die einzelnen Schlaufen in Relation zur Schlusszeit wiedergeben:
1. Schlaufe: 35,6 % 2. Schlaufe: 29,1 % 3. Schlaufe: 35,5 %
Nicht berücksichtigt in diesen Durchchnittswerten sind die Daten von 2 Läufern, deren Wert in einzelnen Schlaufen über 5 % vom Durchschnitt abgewichen ist.
Nimmt man den Durchschnitt von den 6 Läufern, die ihr Tempo von Anfang bis zum Schluss konstant halten konnten oder wollten, sehen die Prozentzahlen wie folgt aus:
1. Schlaufe: 37,2 % 2. Schlaufe: 29,1 % 3. Schlaufe 33,7 %Aus diesen Zahlen leite ich ab:
a) Der Durchschnittsläufer von 18 relevanten Finishern benötigte für die 1. Schlaufe 87 Minuten, für die 2. deren 71 und für die 3. wiederum 87 Minuten
b) Die minimalen/maximalen Abweichungen einzelner Läufer vom Schnitt betrugen:
1. Schlaufe -126/+228 Sekunden
2. Schlaufe -/+ 42 Sekunden
3. Schlaufe -168/+144 Sekunden
a) und b) sind natürlich Annäherungen, fast schon Zahlenspielereien. Doch die Zahlen belegen, dass der herausfordernden Topographie des Muttenz Marathon erstaunlich gut Rechnung getragen wird - vielleicht gerade auch deshalb, weil Respekt und Ehrgeiz ausbalancierend wirken.
Ein Drittel der 18 Verglichenen hat die erste Schlaufe als Durchnittsläufer 5 Minuten gemächlicher angehen lassen, und dafür am Schluss rund 5 Minuten gespart. Von seiner persönlichen "flachen" Marathonzeit ausgehend muss man etwa knapp 30 Minuten dazurechnen. Die optimale Schlaufenaufteilung bei einem flach-4-Stunden-Läufer beträgt dann 99 Minuten - 78 Minuten - 90 Minuten für eine Schlusszeit von 4 Stunden und 27 Minuten.
