MuMa 2019 ganz im Zeichen des Aprilwetters

Wer hätte das gedacht. Nach dem in allen Belangen sehr erfolgreichen 10. Jubiläum des Muttenz Marathons im letzten Jahr und dem etwas unglücklichen Datum des 11. Muttenz Marathons in diesem Jahr wegen den späten Ostern, wären die Organisatoren eigentlich glücklich gewesen, wenn sich in etwa die gleiche Anzahl Läufer beim 11. Muttenz Marathon wie im Vorjahr einfinden würde. Es kam dann aber alles ganz anders und in den letzten zwei Wochen in der die Online-Anmeldung geöffnet war, wurden wir regelrecht mit Anmeldungen für die verschiedenen Laufkategorien überhäuft und kamen so langsam aber sicher unserem bewilligten und gesetzten Teilnehmerlimit bedrohlich näher.

Wäre das Wetter nur ein wenig besser vorausgemeldet gewesen, wären wohl noch mehr der bereits vorangemeldeten Läufer am Start erschienen und hätten die schönen aber doch harten Kilometer unter die Füsse genommen. Die Temperaturen waren allerdings um einiges angenehmer als im Jahr zuvor, als es für die meisten gegen Mittag zu heiss wurde. Eigentlich sehr schade, denn würden sich die Läufer, die dann doch nicht kommen, rechtzeitig bei uns abmelden, könnten wir denjenigen noch eine Startnummer aushändigen, die bei der Nachmeldung bangen und hoffen, dass sie doch noch eine der begehrten Startnummern für den MuMa erhalten können. Für dieses Problem werden wir uns für das nächste Jahr sicher eine geeignete Lösung überlegen.

Wie bereits geschrieben, das Wetter brachte so alles mit sich, warum man eben sagt: „April, April der macht was er will“. Am Samstag wurde nebst dem Start- und Zielbereich die Strecke mit der neuen Streckenbeschilderung durch unser Streckenteam, dem auch die spätere Siegerin des Marathons, Yvonne Turi-Hodel, angehörte, ausgeschildert. Gegen Abend als alles fertig aufgestellt war, verschlechterte sich das Wetter zusehends und es wurde immer windiger bis auch noch für eine kurze Zeit kleine Hagelkörner auf den Boden niederprasselten. Natürlich konnte man davon ausgehen, dass diese Wetterkapriolen da und dort die Streckenmarkierungen etwas aus dem Gleichgewicht bringen und alles nochmals gecheckt werden musste.

Kurz darauf beim Abendessen folgte dann die nächste Hiobsbotschaft für den OK-Chef. Sein Fahrer wurde durch einen tiefen Filetschnitt in den Finger ausser Gefecht gesetzt und musste auf der Notfallstation erstversorgt und genäht werden. Nach einem Umweg über die Notfallstation des Bruderholzspitals musste sich der OK-Chef weit nach Mitternacht sich selbst ein Bild von der Strecke und deren Beschaffenheit machen und stellte dabei fest, dass die Schilder zwar noch alle vorhanden waren, aber sich einige davon weit um ihre eigene Achse verdreht oder die Verankerung sich etwas zu lösen begonnen hatte. Notdürftig wurde geflickt was geflickt werden konnte und unserem Streckenchef Wolle sodann fein säuberlich die Schäden mitgeteilt, welche er am Morgen vor dem Start noch grösseren Instandhaltungsarbeiten unterziehen müsse. Dank dem unermüdlichem Einsatz von ihm und allen Helfern haben wir es dann doch noch geschafft, die Strecke und Verpflegungsposten wieder rechtzeitig auf Vordermann zu bringen, damit wir pünktlich um 9.30 Uhr die erste Läuferschar, bestehend aus Marathon- und Halbmarathonläufern, auf die Reise schicken konnten.

Es waren auch für unsere Läufer keine einfachen Bedingungen aber zum Glück gab es keinen Dauerregen. Es war von allem etwas dabei. Sonne, Regen, Hagel und entsprechend war das Gelände an manchen Orten etwas rutschig, was man dem späteren zweitplatzierten des Halbmarathons, Florian Hubrich, anhand einer grösseren Schürfwunde auf dem Schienbein merklich ansah. Die zog er sich zu, als er wohl unverhofft versuchte beim Verpflegungsposten zwei unter dem Tisch durchzurutschen anstatt sich von den bereitgestellten Getränken zu bedienen. Zum Glück ist da nichts schlimmeres passiert. Ausser ein paar kleineren Blessuren, welche durch die Samariter versorgt wurden, gab es keine grösseren Zwischenfälle zu verzeichnen.
Nichts desto trotz erreichten von insgesamt 423 Teilnehmern deren 417 Teilnehmer das Ziel und es wurden hierbei sogar zwei neue Streckenrekorde aufgestellt.

Brian Lang aus Dornach gewann überlegen den Halbmarathon und verbesserte dabei den Streckenrekord aus dem Vorjahr von T-Roy Brown um 17 Sekunden. Die neue Bestmarke liegt nun bei 1:18:52 h. Vera Landtwing Streckenrekordhalterin über die Halbmarathondistanz beim Muttenz Marathon nahm dieses Jahr beim 10 km-Frühlingslauf teil und verbesserte den Streckenrekord von Francesca Zenklusen aus dem letzten Jahr um etwas mehr als 6 Minuten auf 41:32 min.
Allgemein wurden unter den vorherrschenden Bedingungen sehr gute Laufleistungen gezeigt und verdienen grössten Respekt.

Auf der Marathondistanz starteten insgesamt 72 Teilnehmer wovon 69 Teilnehmer auch das Ziel erreichten. Bei den Männern wurde nach Roman Wyss das erste Mal seit 2015 ein neuer Sieger erkoren. Andreas Probst der LSG Brugg blieb es vorbehalten als Sieger auf das Treppchen zu steigen. Er gewann in einer tollen Zeit von 2:53.01 h vor Stephan Gerber aus Lyss, welcher ebenfalls noch mit einer Zeit von deutlich unter 3 Stunden in 2:57:45 h das Ziel erreicht. Dritter wurde Andreas Hille aus Reinach in 3:13.11 h.
Bei den Frauen setzte sich die Streckensetzerin Yvonne Turi-Hodel vom Basel Running Club BRC in einer Zeit von 3:28:18 h deutlich von der Konkurrenz ab und gewann den Muttenz Marathon bereits zum 2. Mal nach 2016. Als gute Zweite platzierte sich Beatrice Odermatt aus Eich in einer Zeit von 3:43:28 vor Alexandra Mutter vom VC Kaisten in 3:54:05, die ihr Glück auf dem Podest kaum fassen konnte und so richtig schöne Emotionen der Freude über den Podiumsplatz zeigte. So soll es sein und das ist was den schönen Sportsgeist ausmacht. Yvonne Turi-Hodel wie auch Andreas Probst gewannen ebenfalls den Bergpreis auf der Schönmatt. Beiden kommt nun die Ehre zu, dass sie in unserem Ehrenbänkli mit ihren Namen verewigt werden.

Der Halbmarathon zog die meisten Läufer nach Muttenz. Insgesamt starteten beim Halbmarathon 174 Teilnehmer und 172 erreichten das Ziel. Brian Lang aus Dornach stand nach 1:18:52 h mit neuem Streckenrekord souverän als Sieger fest. Er gewann vor Florian Hubrich von den HC Vikings Liestal mit einer Zeit von 1:27:08 h und Michael Haessler in 1:27:57 h.
Bei den Frauen siegte Nadouk Pillet aus Genf in einer Zeit von 1:37:08 h vor Sabine Vogel Dion aus Baden in 1:39:29 h und vor Maja Hügli aus Gränichen in 1:40:38 h. Die beiden Gewinner haben hierbei ebenfalls die Bergpreiswertung auf der Schönmatt für sich entschieden.

Beim 10 km Frühlingslauf konnten sich die Organisatoren ebenfalls über eine Rekordbeteiligung von 110 Starterinnen und Startern freuen. Bei den Männern gewann wie im Vorjahr Hartmut Pichol in einer Zeit von 38:39 min und verpasste damit seinen eigenen Streckenrekord nur um 8 Sekunden. Zweiter wurde Helder Da Silva aus Dornach in 39:29 min vor Tobias Jöhr vom Tria Basilea in 39:35. Bei den Frauen konnte sich die Vorjahressiegerin des Halbmarathons durchsetzen und gewann mit neuem Streckenrekord von 41:32 min vor Andrea Turello des LSV Basels in 42:46 min und der Vorjahressiegerin des 10 Km-Frühlingslaufes Francesca Zenklusen aus Ried-Brig in 44:26 min.

Am frühen Nachmittag fanden die Kinder- und Schülerläufe statt. Nachdem die Kinder durch Sandra Meyer professionell und spielerisch eingewärmt wurden, gingen zuerst die jüngsten auf die 800 m lange Rundstrecke um das Schulhaus Margelacker. Gesamtschnellster Läufer war hierbei Livio Moser vom TV Muttenz Athletics mit einer Zeit von 3:27 min und seine Clubpartnerin Leona Turi erreichte das Ziel als erste Läuferin ebenfalls in einer praktisch identischen Zeit von 3:27 min – nur ein paar tausendstel trennten die beiden voneinander.

Der Gesamtschnellste Läufer beim 1.5 km Schülerlauf heisst Melvin Minder von der LGO in einer Zeit von 5:34 min und die Gesamtschnellste Läuferin war Giulia Zenklusen, die jüngere Schwester von Francesca Zenklusen aus Ried-Brig in 5:38 min

Die Organisatoren des MuMa gratulieren und bedanken sich ganz herzlich bei allen Teilnehmern. Die vielen tollen Rückmeldungen über die Organisation, die Streckenmarkierungen und unsere Helfer, die alle Läufer stets angefeuert und gepusht haben, haben uns im Nachgang zu unserer Veranstaltung sehr gefreut. Natürlich wollen wir es an dieser Stelle auch nicht unterlassen, uns bei all den hilfsbereiten und freiwilligen Helfern vom Basel Running Club BRC, dem Verkehrsverein Muttenz, Angehörigen, Freunden, Anverwandten und Angetrauten für die tatkräftige Mithilfe zu bedanken, denn ohne sie wäre eine solche Veranstaltung gar nicht erst realisierbar. Unseren Sponsoren Jenzer Feinkost AG, Infrapark AG, Turi Bautreuhand GmbH, Citysport, Crossklinik und der Gemeinde Muttenz, Gönnern und weiteren Unterstützern danken wir für die langjährige Treue und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder auf ihre Unterstützung zählen dürfen und nicht zuletzt einfach all denjenigen die in irgendeiner Weise zum Gelingen des 11. Muttenz Marathons beigetragen haben.

Schon jetzt freuen wir uns auf den 12. Muttenz Marathon! Wir hoffen, auch am 26. April 2020 wieder so viele begeisterte Läuferinnen und Läufer begrüßen zu dürfen, denn dann haben wir das ganze Dutzend voll😊.

P.S. Wir haben unzählige schöne Bilder gemacht, welche wir noch am aussortieren sind. Diese werden wir demnächst auf unserer Webseite online stellen. Fotos